Landesligareserve legt Grundstein für den gelungenen Saisonstart im letzten Drittel der ersten Halbzeit
Das Trainerduo Ingo Degener und Felix Kopf musste an diesem Samstagabend wieder einmal durch einen Wellenbad der Gefühle gehen. Denn die 2. Herrenmannschaft der Handballspielgemeinschaft Wetter/Grundschöttel lag zuerst zurück, startete danach unwiderstehlich durch und verlor im zweiten Spielabschnitt völlig den Faden. Nach einer komfortablen 17:8-Halbzeitführung machte es die HSG unnötig spannend, aber gewann letztendlich doch mit 26:23 gegen CVJM Gevelsberg, obwohl die 2. Halbzeit mit 9:15 verloren wurde.
Die HSG-Sieben konnte zwar wieder auf Matthias Lambracht und Ralf Langenbach zurückgreifen, doch dafür konnten Björn Mertens (Urlaub) und Lukas Wicher (verletzt) nicht eingesetzt werden. Linkshänder Tobias Berg konnte für seine Farben mit dem ersten Treffer der Partie die erste Führung erzielen, dennoch tat sich die HSG in den ersten zwanzig Minuten sichtlich schwer. Zwar schaffte es die HSG den ehemaligen Volmetaler Michael Rüggeberg (drei Feldtore) über die gesamte Spielzeit mit einer kurzen Deckung nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, doch Kreisläufer Stefan Laake konnte im ersten Durchgang immer wieder in Szene gesetzt werden und dieser düpierte einige Male Torhüter Ken Baltruschat mit Würfen in die Torwartecke. Nach dem Unentschieden in der 18. Spielminute (Spielstand: 6:6) starteten die Harkortstädter in eine zwölfminütige Tempophase. Eine 7:0-Serie konnte herausgeworfen werden, weil die Abwehrleistung und das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff sehr gut funktionierte. Die Vorgaben der beiden Trainer wurden somit bis zur Pause umgesetzt, denn Ziel war es den Gegner aus der Nachbarstadt möglichst in der ersten Halbzeit mit einigen Toren zu distanzieren. Warum die Partie in der zweiten Halbzeit unnötig spannend gemacht wurde, hat mehrere Gründe. In der Abwehr wurde zu wenig gesprochen und der Aktionskreis von CVJM-Rückraumakteur Tobias Schäufele wurde nicht entscheidend gestört. Zudem konnte Sascha Hoppe (ehemaliger Landesligaspieler des TuS Volmetal) einige Tore erzielen, da seine Aktionen zum Tor nur begleitet und nicht gestört wurden. „Die unbedingte Gier ein Tor zu erzielen bzw. in der Abwehr zu verhindern hat uns leider in den zweiten 30 Minuten völlig gefehlt.“, war Pressewart Ken Baltruschat alles andere als zufrieden mit der Vorstellung seiner HSG-Sieben in der zweiten Halbzeit. Im Angriffsspiel nahmen außerdem die technischen Fehler zu und unkonzentrierte Torabschlüsse brachten den Gevelsbergern die nötige zweite Luft für eine Aufholjagd. Fünf Tore in Folge brachte das Gästeteam wieder in Schlagdistanz (Spielstand: 18:14). Zwar konnte Matthias Lambracht mit einem verwandelten Siebenmeter und einem trockenen Wurf aus dem Rückraum den Vorsprung wieder vergrößern, doch die Gäste ließen sich nun nicht mehr richtig abschütteln. Zwei schöne Tore von Linksaußen Marc Platz brachten dann die HSG in der 52. Spielminute dem dritten Saisonsieg im dritten Saisonspiel ein großes Stück näher (Spielstand: 25:19). Doch der HSG-Sieben gelang nur noch ein Treffer durch Hendrik Gerlitzki und die Gäste konnten auf der anderen Seite in den letzten Minuten vier Tore erzielen. Das Spiel wurde somit noch einmal eng und die HSG musste den Sieg über die Zeit retten. „Für die folgenden Saisonspiele müssen wir uns deutlich steigern, denn wir sollten unser Glück nicht überstrapazieren und darauf hoffen, dass unsere Gegner unsere Schwächephasen im Spiel auch weiterhin nicht zu ihren Gunsten ausnutzen werden.“, weiß Baltruschat die ersten drei Saisonspiele richtig einzuschätzen. Das nächste Spiel wird am kommenden Samstag um 19 Uhr gegen den Top-Favoriten auf den Aufstieg, der Mannschaft des VfL Eintracht Hagen IV, in der Sporthalle Hagen-Mittelstadt angepfiffen.Kader der HSG Wetter/Grundschöttel II:
Ken Baltruschat (1. bis 60. Spielminute), Kevin Seim (n.e.); Matthias Lambracht 7/3, Tobias Berg 4, Marc Platz, Hendrik Gerlitzki und Sascha Mehlis je 3, Mike Winterhoff 2, Marcus Zimmermann 2/1, Julian Ladener und Ralf Langenbach je 1, Lukas Wicher und Maik Richter (n.e.).
Es fehlten: Björn Mertens (Urlaub) und Lukas Wicher (verletzt).
Spielfilm:
5:5 (10. Spielminute); 8:6 (20. Spielminute); 17:8 (30. Spielminute); 18:14 (40. Spielminute); 23:18 (50. Spielminute); 26:23 (60. Spielminute).
Beste Spieler: Matthias Lambracht.


















