Bezirksliga (Damen): Bochumer HC – HSG Wetter/Grundschöttel 25:25 (11:15)

Last Updated: 19. Mai 2017Von

Bitterer Punktverlust im Kampf um die Aufstiegsrelegation – Nach Halbzeitführung reicht es nur zum 25:25 beim souveränen Tabellenführer Bochumer HC

Nach Schlusspfiff der Partie schaute Betreuer Ken Baltruschat mit finsterer Miene hinter der Trainerbank. Er wusste nämlich nicht, wie er das erreichte Spielergebnis einzuschätzen hatte. Nach der Niederlage vom VfL RW Dorsten beim SV Teutonia Riemke 3 überwog die Enttäuschung über den Punktverlust im Topspiel. Die Damenvertretung der Handballspielgemeinschaft aus der Harkortstadt hatte nämlich eine gute Leistung gezeigt und verdient einen Punktgewinn zu verzeichnen. Doch in diesem Vergleich mit dem souveränen Tabellenführer Bochumer HC hätte es durchaus auch für einen doppelten Punktegewinn reichen können.

 

Die Harkortstädterinnen starteten mit einer 4:2-Deckung gegen die wurfgewaltigen Rückraumschützinnen aus Bochum. Diese Abwehrformation wurde über die gesamte Spielzeit beibehalten. Da insgesamt nur fünf Tore von Linkshänderin Aline Braunheim und Anna-Laura Wolniak erzielt wurden, war diese Abwehrformation an diesem Tag wohl die richtige Entscheidung. Die Gastgeberinnen taten sich zuerst schwer und Jennifer Trautmann erzielte die ersten beiden Treffer der Partie. Doch die Sieben von Trainer Martin Söltenfuß zeigte sich unbeeindruckt und korrigierte den Spielstand mit vier Toren in Folge (Spielstand: 5:3). Nach 11. Spielminuten wurde Corinna Padberg als Spielgestalterin eingewechselt und sie zeigte an diesem Sonntagnachmittag eine ganz starke Partie. „Corinna hat heute ihre Schnelligkeit sehr gut eingesetzt und war ein Aktivposten in unserem Angriffsspiel.“, zeigte sich Betreuer Ken Baltruschat sehr zufrieden mit der fünffachen Torschützin. Zudem wusste Sabrina Schubert zu überzeugen. „Schubi hat heute ein unglaubliches Pensum absolviert. Sie hat 60 Spielminuten eine Manndeckung durchgezogen und sich mit vier Toren selbst belohnt.“, gab Baltruschat nach Spielende zu Protokoll. Nach 20 Spielminuten stand es 9:9 und bis zur Pause hatten die Gäste dann ihren besten Spielabschnitt. Jennifer Trautmann (2), Cordula Dickhut und Corinna Padberg warfen im letzten Drittel des ersten Durchgangs den Halbzeitvorsprung von 15:11 heraus. Im zweiten Spielabschnitt drehten die Gastgeberinnen auf und warfen ihren ganzen Kampfgeist in die Waagschale. Besonders Rechtsaußen Anja Wiese und Aufbauspielerin Karen Clausen waren für das Aufkommen der Söltenfuß-Sieben verantwortlich. Nach dem Treffer von Dorit Kumutat zum 20:17 für die HSG, warf der BHC mit drei Toren in Folge erstmals nach langer Zeit wieder ein Remis heraus. Danach wurden Wechsel im Abwehrverbund vollzogen, die sich im Nachhinein als positiv erweisen sollten. Birte Kumutat und Sabrina Vogel brachten wieder Stabilität in die Abwehr. „Vielleicht kam diese Korrektur etwas zu spät. Diesen Vorwurf muss ich mir als Mannschaftsverantwortlicher natürlich gefallen lassen.“, zeigte sich Baltruschat selbstkritisch. Nachdem Anna-Laura Wolniak ihre Farben mit 24:23 in Führung warf, zeigten die HSG-Mädels die richtige Reaktion und man lag nach Toren von Sabrina Schubert und Cordula Dickhut wieder in Front. In den letzten drei Minuten konnte man leider keinen weiteren Torerfolg bejubeln und so war der 7. Treffer von Anja Wiese zum 25:25 Endstand der letzte Treffer der Partie. „Am Ende hat uns im Angriff die nötige Cleverness gefehlt und unsere bärenstarke Torhüterin Yvonne Scholz hat das Remis festgehalten.“, resümierte Baltruschat im Nachgang der Partie.

Am kommenden Samstag bestreitet die HSG Wetter/Grundschöttel um 17.30 Uhr ihr Heimspiel gegen ETG Recklinghausen im Sportzentrum Oberwengern. „Diese Partie wird für unsere Mannschaft ein richtiger Prüfstein, da Recklinghausen auch schon in Dorsten gewonnen hat. Nur mit einer Menge Glück konnten wir das Hinspiel für uns entscheiden.,“ ist sich Baltruschat über die Schwere der nächsten Aufgabe bewusst.

Kader der HSG Wetter/Grundschöttel:
Yvonne Scholz (1. Bis 60. Spielminute), Nancy Ettelt (n.e.); Jennifer Trautmann 6, Corinna Padberg 5, Cordula Dickhut 5/1, Sabrina Schubert 4, Birte, Dorit und Kirsten Kumutat je 1, Jessica Hoffmann 1, Sabrina Vogel 1/1, Katharina Pohl und Sandra Baltruschat (n.e.).

Es fehlten:
Nicole Scholz und Julia Maas.

Spielfilm:
4:3 (10. Spielminute); 9:9 (20. Spielminute); 10:11 (25. Spielminute); 11:15 (30. Spielminute); 17:19 (40. Spielminute); 21:22 (50. Spielminute); 24:24 (55. Spielminute); 25:25 (60. Spielminute)

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    VFL RW Dorsten-HSG Wetter-Grundschöttel  26:24

    Fehlstart und somit kein gelungener Start in die Rückrunde der Saison 2012/2013 unserer Mannschaft. Wir hatten uns für dieses Spiel einiges vorgenommen und wollten wie im Hinspiel mit einem guten Start in die Rückrunden-Serie starten. Dies ging leider mächtig daneben. Wir fanden von Anfang an nicht gut ins Spiel und es zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel, wobei trotz allem bis zum Schluss alles offen war.

    Die Anfangsphase war sehr ausgeglichen zwischen beiden Mannschaften, jedoch wurden kleine Führungen unsererseits zu leichtfertig aus der Hand gegeben. Zum einen waren es zu viele technische Fehler, zum anderen die falschen Entscheidungen oder zu hektisch abgeschlossenen Angriffe. Die Abwehr zeigte phasenweise eine sehr gute Leistung, aber in den entscheidenden Situationen fehlte die notwendige Stabilität und Konzentration. Im Angriffsspiel wurden Bälle leichtfertig weg geworfen und zu oft die falschen Entscheidungen getroffen. Es waren aber auch einige gute Spielsituationen zu erkennen, zum Teil durch Spielzüge, aber auch phasenweise eine gute erste und zweite Welle. Leider überwogen auch in diesem Spiel zu stark die technischen Fehler und zu viele Fehlwürfe, wie schon in der Hinrunde in vielen Spielen zu erkennen war. Dies muss dringend abgestellt werden und es müssen bessere Alternativen geschaffen werden.
    In diesem Spiel war eigentlich viel mehr drin und durch unsere eigenen Fehler wurde der Gegner stark gemacht und bekam immer wieder neuen Aufwind. Dorsten zeigte eine durchweg konstante Leistung und zeigte keine Schwächephase die wir zu unseren Gunsten hätten nutzen können. Kurz vor Schluss hatten wir selbst noch die Möglichkeit ein Unentschieden raus zu holen, leider versagten auch in dieser Situation die Nerven. Insgesamt ein zu hektisches und unkonzentriertes Spiel kosten uns die ersten wichtige Punkte in der Rückrunde.

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Starke rechte Seite eröffnet Weg zum Heimsieg gegen TG Voerde II

Mit Fünfzehn minütiger Verspätung startete die Sonntagspartie in der Sporthalle am Brasberg, leider ist der angesetzte Schiedsrichter nicht erschienen, so einigten sich beide Mannschaften auf eine Neuansetzung der Position des Unparteiischen.

Verzichten mussten wir auf Cordula Dickhut (privat verhindert) und Nicole Scholz (krank), dafür eilte Nina Winterhoff nach ihrem Tanzkurs noch zur Sporthalle und verstärkte das Team in den zweiten dreißig Minuten.

In der Anfangsphase lief der HSG-Motor noch nicht ganz rund, Voerde hielt bis zur zehnten Spielminute mit, dies lag auch an unserem Angriffsspiel. Einige offensiv Vorstöße wurden nicht sauber zu Ende gespielt oder die Abschlüsse fanden nicht den Weg ins Gästetor. Mit zunehmender Spieldauer lief der Ball aber besser durch die eigenen Reihen, besonders erfreulich einige sauber ausgespielte Abläufe, die wir im Training einstudieren und im Spiel umsetzen möchten. Am Anfang führte Jessica Hoffmann Regie auf der Mittelposition, für ein paar Angriffe reichte es auch bei Dorit Kumutat, die nach einer Krankheitswoche noch nicht wieder voll bei Kräften war und für die letzten zwanzig Minuten übernahm Nina Winterhoff das Kommando.

Jennifer Trautmann zeigte einmal mehr ihre Klasse, auch auf der nicht so beliebten rechten Halbposition netzte Jenny bereits im ersten Durchgang sechs Mal ein, am Ende standen zehn Tore auf ihrem Konto.

In der zweiten Halbzeit wurde defensiv besser gearbeitet, Laufbereitschaft müssen wir auch hinten zeigen, zudem hielt Crissy Scholz einige freie Würfe und zeigte eine gute Leistung im Tor.

Das dreißigste Tor erzielte Nina Winterhoff mit einem schönen Stemmwurf in den Giebel und nach sechzig Spielminuten leuchtete ein 33 zu 10 auf der Anzeigentafel in der Sporthalle am Brasberg.

Kader der HSG:

Nadine Hamer und Crissy Scholz im Tor

Jennifer Trautmann 10, Jessica Hoffmann 6, Sabrina Hell 6/4, Sabrina Schubert 5, Anne Kaiser, Kirsten Flottmann und Nina Winterhoff je 2, Julia Maas, Dorit und Birte Kumutat.