Bezirksliga (Damen): Bochumer HC – HSG Wetter/Grundschöttel 25:25 (11:15)
Bitterer Punktverlust im Kampf um die Aufstiegsrelegation – Nach Halbzeitführung reicht es nur zum 25:25 beim souveränen Tabellenführer Bochumer HC
Nach Schlusspfiff der Partie schaute Betreuer Ken Baltruschat mit finsterer Miene hinter der Trainerbank. Er wusste nämlich nicht, wie er das erreichte Spielergebnis einzuschätzen hatte. Nach der Niederlage vom VfL RW Dorsten beim SV Teutonia Riemke 3 überwog die Enttäuschung über den Punktverlust im Topspiel. Die Damenvertretung der Handballspielgemeinschaft aus der Harkortstadt hatte nämlich eine gute Leistung gezeigt und verdient einen Punktgewinn zu verzeichnen. Doch in diesem Vergleich mit dem souveränen Tabellenführer Bochumer HC hätte es durchaus auch für einen doppelten Punktegewinn reichen können.
Die Harkortstädterinnen starteten mit einer 4:2-Deckung gegen die wurfgewaltigen Rückraumschützinnen aus Bochum. Diese Abwehrformation wurde über die gesamte Spielzeit beibehalten. Da insgesamt nur fünf Tore von Linkshänderin Aline Braunheim und Anna-Laura Wolniak erzielt wurden, war diese Abwehrformation an diesem Tag wohl die richtige Entscheidung. Die Gastgeberinnen taten sich zuerst schwer und Jennifer Trautmann erzielte die ersten beiden Treffer der Partie. Doch die Sieben von Trainer Martin Söltenfuß zeigte sich unbeeindruckt und korrigierte den Spielstand mit vier Toren in Folge (Spielstand: 5:3). Nach 11. Spielminuten wurde Corinna Padberg als Spielgestalterin eingewechselt und sie zeigte an diesem Sonntagnachmittag eine ganz starke Partie. „Corinna hat heute ihre Schnelligkeit sehr gut eingesetzt und war ein Aktivposten in unserem Angriffsspiel.“, zeigte sich Betreuer Ken Baltruschat sehr zufrieden mit der fünffachen Torschützin. Zudem wusste Sabrina Schubert zu überzeugen. „Schubi hat heute ein unglaubliches Pensum absolviert. Sie hat 60 Spielminuten eine Manndeckung durchgezogen und sich mit vier Toren selbst belohnt.“, gab Baltruschat nach Spielende zu Protokoll. Nach 20 Spielminuten stand es 9:9 und bis zur Pause hatten die Gäste dann ihren besten Spielabschnitt. Jennifer Trautmann (2), Cordula Dickhut und Corinna Padberg warfen im letzten Drittel des ersten Durchgangs den Halbzeitvorsprung von 15:11 heraus. Im zweiten Spielabschnitt drehten die Gastgeberinnen auf und warfen ihren ganzen Kampfgeist in die Waagschale. Besonders Rechtsaußen Anja Wiese und Aufbauspielerin Karen Clausen waren für das Aufkommen der Söltenfuß-Sieben verantwortlich. Nach dem Treffer von Dorit Kumutat zum 20:17 für die HSG, warf der BHC mit drei Toren in Folge erstmals nach langer Zeit wieder ein Remis heraus. Danach wurden Wechsel im Abwehrverbund vollzogen, die sich im Nachhinein als positiv erweisen sollten. Birte Kumutat und Sabrina Vogel brachten wieder Stabilität in die Abwehr. „Vielleicht kam diese Korrektur etwas zu spät. Diesen Vorwurf muss ich mir als Mannschaftsverantwortlicher natürlich gefallen lassen.“, zeigte sich Baltruschat selbstkritisch. Nachdem Anna-Laura Wolniak ihre Farben mit 24:23 in Führung warf, zeigten die HSG-Mädels die richtige Reaktion und man lag nach Toren von Sabrina Schubert und Cordula Dickhut wieder in Front. In den letzten drei Minuten konnte man leider keinen weiteren Torerfolg bejubeln und so war der 7. Treffer von Anja Wiese zum 25:25 Endstand der letzte Treffer der Partie. „Am Ende hat uns im Angriff die nötige Cleverness gefehlt und unsere bärenstarke Torhüterin Yvonne Scholz hat das Remis festgehalten.“, resümierte Baltruschat im Nachgang der Partie.
Am kommenden Samstag bestreitet die HSG Wetter/Grundschöttel um 17.30 Uhr ihr Heimspiel gegen ETG Recklinghausen im Sportzentrum Oberwengern. „Diese Partie wird für unsere Mannschaft ein richtiger Prüfstein, da Recklinghausen auch schon in Dorsten gewonnen hat. Nur mit einer Menge Glück konnten wir das Hinspiel für uns entscheiden.,“ ist sich Baltruschat über die Schwere der nächsten Aufgabe bewusst.
Kader der HSG Wetter/Grundschöttel:
Yvonne Scholz (1. Bis 60. Spielminute), Nancy Ettelt (n.e.); Jennifer Trautmann 6, Corinna Padberg 5, Cordula Dickhut 5/1, Sabrina Schubert 4, Birte, Dorit und Kirsten Kumutat je 1, Jessica Hoffmann 1, Sabrina Vogel 1/1, Katharina Pohl und Sandra Baltruschat (n.e.).
Es fehlten:
Nicole Scholz und Julia Maas.
Spielfilm:
4:3 (10. Spielminute); 9:9 (20. Spielminute); 10:11 (25. Spielminute); 11:15 (30. Spielminute); 17:19 (40. Spielminute); 21:22 (50. Spielminute); 24:24 (55. Spielminute); 25:25 (60. Spielminute)
editor's pick
latest video
VFL RW Dorsten-HSG Wetter-Grundschöttel 26:24
Fehlstart und somit kein gelungener Start in die Rückrunde der Saison 2012/2013 unserer Mannschaft. Wir hatten uns für dieses Spiel einiges vorgenommen und wollten wie im Hinspiel mit einem guten Start in die Rückrunden-Serie starten. Dies ging leider mächtig daneben. Wir fanden von Anfang an nicht gut ins Spiel und es zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel, wobei trotz allem bis zum Schluss alles offen war.
Die Anfangsphase war sehr ausgeglichen zwischen beiden Mannschaften, jedoch wurden kleine Führungen unsererseits zu leichtfertig aus der Hand gegeben. Zum einen waren es zu viele technische Fehler, zum anderen die falschen Entscheidungen oder zu hektisch abgeschlossenen Angriffe. Die Abwehr zeigte phasenweise eine sehr gute Leistung, aber in den entscheidenden Situationen fehlte die notwendige Stabilität und Konzentration. Im Angriffsspiel wurden Bälle leichtfertig weg geworfen und zu oft die falschen Entscheidungen getroffen. Es waren aber auch einige gute Spielsituationen zu erkennen, zum Teil durch Spielzüge, aber auch phasenweise eine gute erste und zweite Welle. Leider überwogen auch in diesem Spiel zu stark die technischen Fehler und zu viele Fehlwürfe, wie schon in der Hinrunde in vielen Spielen zu erkennen war. Dies muss dringend abgestellt werden und es müssen bessere Alternativen geschaffen werden.
In diesem Spiel war eigentlich viel mehr drin und durch unsere eigenen Fehler wurde der Gegner stark gemacht und bekam immer wieder neuen Aufwind. Dorsten zeigte eine durchweg konstante Leistung und zeigte keine Schwächephase die wir zu unseren Gunsten hätten nutzen können. Kurz vor Schluss hatten wir selbst noch die Möglichkeit ein Unentschieden raus zu holen, leider versagten auch in dieser Situation die Nerven. Insgesamt ein zu hektisches und unkonzentriertes Spiel kosten uns die ersten wichtige Punkte in der Rückrunde.
news via inbox
Nulla turp dis cursus. Integer liberos euismod pretium faucibua

