Verdienter Heimerfolg der HSG Wetter/Grundschöttel – Aufstiegsheld Henning an alter Wirkungsstätte zu Gast

Landesligaverbleib durch Sieg gegen SG HC Dortmund-Süd schon fast gesichert – Bonnermann treffsicher

Eigentlich ist man erfreut, wenn man im Sportzentrum Oberwengern alte Bekannte wiedersieht. Doch im Vorfeld der Partie war Trainer Christian Dürwald schon etwas erschrocken als er Torwart Gerd Henning im Trikot der SG HC Dortmund-Süd erblickte. Gerd Henning war nämlich mit seinen unzähligen Paraden der Vater des Landesligaaufstieges der HSG Wetter/Grundschöttel in der Saison 2001/2002. Aus diesem Grund überkam dem Trainer der Ruhrstädter ein unwohles Gefühl, da er um die Stärken des Routiniers im Tor weiß und Henning schon zahlreichen Schützen in der Regionalliga den Zahn gezogen hat.

Doch der Gast aus Dortmund startete mit Daniel Waschescio im Tor und kam besser in die Partie. Nach zehn Minuten sah sich die HSG-Sieben einem 4:7-Rückstand ausgesetzt. Doch innerhalb von weiteren zehn Minuten schaffte das Team von Trainer Dürwald eine 8:1-Serie, die erst eine Auszeit von Trainer Martin Denso und dann einen Torwartwechsel der Gäste zur Folge hatte. Nachdem man den Rückstand zur Führung drehte, gab man diese Führung nicht mehr.  Zudem nutzte die HSG die konditionellen Nachteile vom 37-jährigen Krzystof Wach aus, der im Angriff der Dortmunder den Alleinunterhalter spielte. Die Handballspielgemeinschaft profitierte in der Abwehr von einem glänzend aufgelegten Alexander Schmidt im Tor und im Angriff von einem zielsicheren Mark Bonnermann, der in beiden Halbzeiten fünfmal den Ball im gegnerischen Gehäuse unterbrachte. Auch der Torwartwechsel der Gäste brachte nicht den erhofften Erfolg. Die HSG-Akteure schlossen konzentriert ab und nutzten das körperlose Spiel der Gäste in der Abwehr aus. Besonders Lars Apitius und Nico Paukstadt, die in den letzten Wochen mit Schulterproblemen aussetzen mussten, fügten sich mit wichtigen Toren wieder in die Mannschaft ein. Im zweiten Spielabschnitt versäumte es die HSG die Partie vorzeitig zu ihren Gunsten zu entscheiden und brachte sich mit technischen Fehlern teilweise aus dem Konzept. „Diese Fehler sind der Grund dafür, wieso wir in engen Spielen öfters den kürzeren ziehen,“ spielt Trainer Dürwald auf die fehlende Cleverness seiner Mannschaft an. Das Team von Martin Denso sorgte gegen Ende der Partie mit einfachen Toren per Tempogegenstoß für Ergebniskosmetik. Zum Vorteil für die HSG wurde außerdem die Tatsache, dass die Denso-Sieben auf Georg Buschmann, Dirk Cipa und Hendrik Hennemann verzichten musste. Zudem wurde Thomas Pixberg nach zwanzig Minuten nicht mehr eingesetzt, was der Dürwald-Sieben zusätzlich in die Karten spielte. „Meine Mannschaft war die klar bessere Mannschaft und konditionell deutlich überlegen. Wir müssen jetzt noch zwei oder drei Punkte einfahren, um den Klassenerhalt endgültig unter Dach und Fach zu bringen,“ sieht Christian Dürwald positiv auf den letzten Heimsieg zurück und auf die verbleibenden Saisonspiele voraus.


Mannschaftsaufstellung der HSG Wetter/Grundschöttel:

Alexander Schmidt (1. bis 60. Minute),  Ken Baltruschat (Zwei Siebenmeter); Lars Apitius 4,  Kai Biermann 1, Mark Bonnermann 10, Armin Brauer 3, Sebastian Braune 4, Yannick Brockhaus 1, Ingolf Grebe 2, Matthias Lüling, Sebastian Middeldorf 2, Nico Paukstadt 3 und  Oliver Stein 5.


Beste Spieler:

Alexander Schmidt, Mark Bonnermann und Oliver Stein.


Spielfilm:

4:7 (10. Spielminute); 7:8 (15. Spielminute); 12:8 (20. Spielminute); 15:9 (25. Spielminute); 16:11 (30. Spielminute); 23:18 (40. Spielminute); 27:22 (45. Spielminute); 32:24 (50. Spielminute); 34:26 (55. Spielminute); 35:29 (60. Spielminute)