SG Menden Sauerland Wölfe – HSG Wetter/Grundschöttel 27:27 (16:10) HSG-Mädels zeigen Moral und Biss --- Tolle Aufholjagd gegen das Wolfsrudel aus dem Sauerland

Last Updated: 5. Mai 2024Von

SG Menden Sauerland Wölfe – HSG Wetter/Grundschöttel 27:27 (16:10)

HSG-Mädels zeigen Moral und Biss — Tolle Aufholjagd gegen das Wolfsrudel aus dem Sauerland

Das Spiel musste man nach dem Schlusspfiff erstmal sacken lassen, denn die zweite Halbzeit war eine wilde Fahrt mit einem Happy-End für die Rickmann-Sieben aus der Harkortstadt. In der ersten Halbzeit lagen die Gäste zwischenzeitlich mit acht Toren in Rückstand, konnten aber von den vollen Akkus in der zweiten Halbzeit profitieren und noch einen wichtigen Punkt mitnehmen. „Es war eine super Mannschaftsleistung mit einer positiven Energie von der Bank aus. Das Team hat eindrucksvoll unterstrichen, dass sie bereit und fokussiert ist.“, war Funktionär Ken Baltruschat voll des Lobes über die weibliche Landesligavertretung der HSG Wetter/Grundschöttel. Am kommenden Wochenende muss das Heimspiel gegen die HSG Lüdenscheid (Anwurf um 19.30 Uhr im Sportzentrum Oberwengern) gewonnen werden, ist aber auch gleichzeitig auf Schützenhilfe der benachbarten HSG Gevelsberg-Silschede angewiesen, die gegen die SG Menden Sauerland Wölfe spielen.

Das Team schwor sich vor der Partie ein und hatte eine Schatztruhe mit vielen Tugenden im Gepäck, die nach und nach ausgepackt und zur Anwendung gebracht wurden. Die Sporthalle war gut gefüllt und die Gastgeber schienen sich sehr sicher zu seien, das Spiel klar für sich zu entscheiden. „Hier ist nichts zu holen“ führte der Hallensprecher kurz vor der Partie in Richtung Gäste aus. Das Spiel startete temporeich und die Sauerland Wölfe erspielten sich leichte Vorteile und führten nach knapp fünf Spielminuten mit 5:2. Vor allem aus dem Rückraum kamen die Gastgeberinnen immer wieder zu Torerfolgen und der Vorsprung der Heimmannschaft konnte sich teilweise bis auf acht Tore erhöhen. Doch die Gäste bleiben cool und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und spielten einfach ihr Spiel weiter. Auch nach vereinzelten Fehlern im Umgang mit dem sehr klebrigen Spielgerät ließen sich die HSG-Mädels nicht aus dem Konzept bringen. Ann-Kristin Löffler verkürzte mit einem Doppelschlag kurz vor der Halbzeit den Rückstand auf sechs Tore. „Das Team aus Menden ist zwar im ersten Durchgang überlegen gewesen, aber es sind halt nur sechs Tore.“, hatte Baltruschat im Halbzeitgespräch mit Torwarttrainer Arne Klawonn bereits Hoffnung auf eine Aufholjagd gehegt. Der Start in den zweiten Spielabschnitt verlief ungünstig, denn in Unterzahl musste man den Treffer zum 10:17 hinnehmen. Doch nun schalteten die Gäste einen Gang höher und legten eine 4:0-Serie (Spielstand: 14:17) hin und spätestens zu diesem Zeitpunkt war allen klar: hier geht noch was. Zudem war das frühe Timeout der Gastgeberinnen ein weiteres Indiz für ein Happyend und Nina Winterhoff und Co. nahmen entschlossen die Fährte auf. Vier Spielerinnen der HSG erzielten an diesem Samstagabend mindestens fünf Tore und auch andere Spielerinnen habe diese Trefferzahl immer im Köcher. „Wir haben eine tolle Truppe zusammen und der ausgeglichene Kader ist unsere Stärke und so kann man uns halt schwerer ausrechnen.“, rückt Baltruschat das funktionierende Kollektiv mit toller Moral in den Vordergrund. In der Deckung wurde ordentlich verdichtet, die Deckungsumstellung zeigte Wirkung und die Gastgeberinnen kamen nur noch vereinzelt zu Würfen aus der Nahdistanz. Zudem steigerte sich Yvonne Kleinert minütlich im Tor und hielt ihre Farben dadurch ebenfalls im Spiel. Im Angriff sorgten in Halbzeit 2 vor allem die Youngster Melina Berkenkopf und Nele Wittstock für Furore und verkürzten den Rückstand mit sehenswerten Abschlüssen. Die Gäste schafften im zweiten Durchgang ein perfektes Zusammenspiel zwischen erfahrenen und jungen Spielerinnen. Mit Erfahrung und dem erforderlichem Druck wurden die Nahtstellen des Abwehrverbundes der Wölfe stets bearbeitet und dann uneigennützig auf die besser positionierte Mitspielerin weitergeleitet. „Mir hat das wirklich sehr gut gefallen. Einstellung, Nervenstärke, Kampf, Euphorie und wir haben stets eine positive Grundhaltung auf dem Spielfeld beibehalten.“, zieht Baltruschat den imaginären Hut vor seiner Sieben. In der 49. Spielminute war der Ausgleich durch ein Geschoss von Nele Wittstock (Spielstand: 21:21) erstmals geschafft und die vier mitgereisten Schlachtenbummler überstimmten nun die drei Trommeln. Die Gastgeber wurden in der Schlussphase von Emely Lieflaender (9 Tore) im Spiel gehalten und manches Team hätte den Nackenschlag in Unterzahl zum 25:27 in der 59. Spielminute nicht verkraftet. Doch die Köpfe blieben oben und Ann-Kristin Löffler nutzte den sich bietenden Freiraum und brachte den Ball 69 Sekunden vor dem Schlusspfiff zum 26:27 im gegnerischen Gehäuse unter. Die letzte Spielminute hatte es in sich, denn innerhalb von kürzester Zeit scheiterte die HSG zweimal an der gegnerischen Torhüterin und Menden war wieder im Ballbesitz. Doch ein technischer Fehler der Gastgeberinnen brachte die letzte Chance für die Harkortstädterinnen, die sich Nina Gerhartz in allerletzter Sekunde nicht nehmen ließ und zum Endergebnis von 27:27 vollendete.  

Am kommenden Samstag kommt es nun zum entscheidenden Spiel um den Ligaverbleib gegen die HSG Lüdenscheid. Anwurf im Sportzentrum Oberwengern ist um 19.30 Uhr. In der Hinrunde konnte man einen wichtigen 24:22-Auswärtssieg in Lüdenscheid einstreichen. Allerdings war in dieser Partie die überragende Haupttorschützin Melanie Nitschke nicht mit an Bord. Mit Melanie Nitschke, Alisa Knobel, Mara Schnabel und Alina Dalchow verfügt die HSG Lüdenscheid über eine Menge Qualität. Zudem ist die gute Torhüter Ann-Kathrin von Oepen zurück im HSG-Gehäuse. Die HSG-Mädels freuen sich über lautstarke und zahlreiche Unterstützung, um den Klassenerhalt sicherzustellen.

HSG Wetter/Grundschöttel:

Yvonne Kleinert (1. bis 60. Spielminute), Jana Liebelt (1 Siebenmeter); Nele Wittstock 6, Nina Gerhartz 6/1, Melina Berkenkopf 6/2, Ann-Kristin Löffler 5,  Nina Winterhoff 2, Shari Bugal und Larissa Bonk je 1, Celina Hausmann, Nina Degener, Lena Ascherfeld, Olympia Michalczyk und Anastasia Peitz.

Es fehlten:

Jessica Fuchs, Verena Löffler, Laura Ascherfeld, Melanie Kobus, Alina Streicher, Klara Schönmeyer und Lea Reinke.

Spielfilm:

4:2 (5. Spielminute); 7:4 (10. Spielminute); 8:5 (15. Spielminute); 12:6 (20. Spielminute); 14:7 (25. Spielminute); 16:10 (30. Spielminute); 17:13 (35. Spielminute); 18:15 (40. Spielminute); 20:18 (45. Spielminute); 23:22 (50. Spielminute); 25:23 (55. Spielminute); 27:27 (60. Spielminute)

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    Fehlstart und somit kein gelungener Start in die Rückrunde der Saison 2012/2013 unserer Mannschaft. Wir hatten uns für dieses Spiel einiges vorgenommen und wollten wie im Hinspiel mit einem guten Start in die Rückrunden-Serie starten. Dies ging leider mächtig daneben. Wir fanden von Anfang an nicht gut ins Spiel und es zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel, wobei trotz allem bis zum Schluss alles offen war.

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Starke rechte Seite eröffnet Weg zum Heimsieg gegen TG Voerde II

Mit Fünfzehn minütiger Verspätung startete die Sonntagspartie in der Sporthalle am Brasberg, leider ist der angesetzte Schiedsrichter nicht erschienen, so einigten sich beide Mannschaften auf eine Neuansetzung der Position des Unparteiischen.

Verzichten mussten wir auf Cordula Dickhut (privat verhindert) und Nicole Scholz (krank), dafür eilte Nina Winterhoff nach ihrem Tanzkurs noch zur Sporthalle und verstärkte das Team in den zweiten dreißig Minuten.

In der Anfangsphase lief der HSG-Motor noch nicht ganz rund, Voerde hielt bis zur zehnten Spielminute mit, dies lag auch an unserem Angriffsspiel. Einige offensiv Vorstöße wurden nicht sauber zu Ende gespielt oder die Abschlüsse fanden nicht den Weg ins Gästetor. Mit zunehmender Spieldauer lief der Ball aber besser durch die eigenen Reihen, besonders erfreulich einige sauber ausgespielte Abläufe, die wir im Training einstudieren und im Spiel umsetzen möchten. Am Anfang führte Jessica Hoffmann Regie auf der Mittelposition, für ein paar Angriffe reichte es auch bei Dorit Kumutat, die nach einer Krankheitswoche noch nicht wieder voll bei Kräften war und für die letzten zwanzig Minuten übernahm Nina Winterhoff das Kommando.

Jennifer Trautmann zeigte einmal mehr ihre Klasse, auch auf der nicht so beliebten rechten Halbposition netzte Jenny bereits im ersten Durchgang sechs Mal ein, am Ende standen zehn Tore auf ihrem Konto.

In der zweiten Halbzeit wurde defensiv besser gearbeitet, Laufbereitschaft müssen wir auch hinten zeigen, zudem hielt Crissy Scholz einige freie Würfe und zeigte eine gute Leistung im Tor.

Das dreißigste Tor erzielte Nina Winterhoff mit einem schönen Stemmwurf in den Giebel und nach sechzig Spielminuten leuchtete ein 33 zu 10 auf der Anzeigentafel in der Sporthalle am Brasberg.

Kader der HSG:

Nadine Hamer und Crissy Scholz im Tor

Jennifer Trautmann 10, Jessica Hoffmann 6, Sabrina Hell 6/4, Sabrina Schubert 5, Anne Kaiser, Kirsten Flottmann und Nina Winterhoff je 2, Julia Maas, Dorit und Birte Kumutat.