31.10.2010
Handball-Landesliga: HSG kann Negativtrend (noch) nicht stoppen
Dürwald-Sieben steht sich erneut selbst im Weg – 32:35-Niederlage gegen TuS Ferndorf 2
Die HSG Wetter/Grundschöttel ist das Team, dass sich bislang ausschließlich durch Serien in der Landesliga Staffel 4 auszeichnet. Nach drei Siegen folgte nun die dritte Niederlage in Folge. Gegen die TuS 2 aus Ferndorf war bei der 32-35-Niederlage ein einfacher und sogar ein zweifacher Punktgewinn möglich, doch wie in der Vorwoche scheiterte das Team von Trainer Christian Dürwald erneut am eigenen Unvermögen.Nach einem ausgeglichenem Start in die Partie (3:3) konnte sich die HSG erstmals mit drei Toren in Führung bringen. Doch die Gäste aus dem Siegerland konterten mit drei Toren in Folge und somit wurde die HSG-Führung egalisiert. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit machte das Gästeteam von Thorsten Schierbaum weniger Fehler und dieser Sachverhalt spiegelte sich im Halbzeitstand von 14:17 wieder. Den ersten Treffer der zweiten Treffer von Sebastian Middeldorf wurde mit Treffern von Patrick Bettig und Kai Ronge (2) beantwortet. Erstmalig konnte sich das Team aus Ferndorf mit fünf Toren absetzen. Lars Apitius verkürzte auf 16:20 und in der Folgezeit sollten sich noch eine Fülle von guten Einwurfmöglichkeiten für die HSG ergeben. Doch wie gegen Schwelm war das Nervenkostüm der HSG nicht ausreichend ausgestattet. Tempogegenstöße von Oliver Stein und Sebastian Middeldorf fanden beim Spielstand von 16:20 nicht den Weg ins Tor und Yannick Brockhaus scheiterte per Siebenmeter am gut aufgelegten Torwart Alexander Eggert (16:21). „In dieser Phase der Partie hätten wir den Vorsprung unserer Gäste erheblich verkürzen können, doch wir haben das Runde einfach nicht in das Eckige bekommen,“ kommentierte Pressewart Ken Baltruschat die vergebenen 100-prozentigen Torchancen in der entscheidenden Phase des Spiels. Nico Paukstadt und Armin Brauer gestalteten die Partie mit Treffern danach zwar wieder ausgeglichener (21:23), doch Benjamin Reh, Steve Senff und Kai Ronge bauten die Führung auf sieben Tore aus (23:30). Zu diesem Zeitpunkt hütete bereits Frank Bauckloh den Kasten der HSG und diese Einwechselung sollte sich für die Handballspielgemeinschaft auszahlen. Der Routinier im Tor der Dürwald-Sieben weckte das HSG-Team mit seinen Paraden wieder auf, so dass der Vorsprung der Siegerländer auf drei Tore schmolz (27:30). In der Schlussphase der Partie gab es keine Ruhepausen, sondern die Ereignisse überschlugen sich. Beim Stand von 27:30 wurde Kapitän Armin Brauer durch Torwart Frank Bauckloh auf die Reise geschickt, doch der Tempogegenstoß landete nicht im Tor. Im Gegenzug machte es jedoch Micha Sommer besser und baute den Vorsprung auf 27:31 für seine Farben aus. Nico Paukstadt setzte die Gäste per Doppelschlag wieder unter Druck (29:31). Frank Bauckloh hielt den Siebenmeter von Kai Ronge. Beim Spielstand von 30:32 und zweifacher Unterzahl konnte Mark Bonnermann nicht widerstehen und griff Rechtsaußen Alexander Dröge in den Arm. Diese Aktion wurde mit einer persönlichen Bestrafung (Zwei-Minuten) und einem Siebenmeter bestraft. Den fälligen Siebenmeter parierte Frank Bauckloh erneut, doch Steve Senff fiel der Ball erneut in die Hände und konnte den Nachwurf in die Maschen setzen (30:33). Armin Brauer verkürzte erneut auf 31:33, doch die ständige drei- bzw. zweifache Überzahl in den letzten fünf Minuten ließen eine erfolgreiche Aufholjagd leider nicht mehr zu. Am nächsten Samstag steht ein enorm wichtiges Derby gegen die DJK Grün-Weiß Emst auf dem Programm. In der Sporthalle Hagen-Emst wird es ab 19 Uhr darauf ankommen den Negativtrend zu stoppen, um das Pluspunkte-Konto endlich wieder aufzupolstern. „Die Partie bei Grün-Weiß Emst ist für beide Mannschaft sehr wichtig. In so einem Match sollten also unsere 100-prozentigen Torchancen den Weg ins Tor finden,“ geht Baltruschat von einem heißen Tanz aus, der mit einem Schuss mehr Abgeklärtheit vor dem Gehäuse der Gegner positiv ausgehen könnte.
Mannschaftsaufstellung der HSG Wetter/Grundschöttel:
Alexander Schmidt (1. bis 40. Minute), Frank Bauckloh (41. Bis 60 Minute); Lars Apitius 1, Kai Biermann, Fabian Blechschmidt 2, Marc Bonnermann 4, Armin Brauer 5, Yannick Brockhaus 7/4, Ingolf Grebe, Matthias Lüling, Sebastian Middeldorf 2, Nico Paukstadt 9/4, Oliver Stein 2 und Tino Zöllkau.
Spielfilm:
3:3 (6:00 min); 8:5 (14:30 min); 10:10 (20:00 min); 11:13 (26:30 min); 14:17 (30:00 min); 16:21 (37:30 min); 20:23 (40:00 min); 23:28 (47:00 min); 25:30 (51:10 min); 27:30 (52:42 min); 30:33 (58:26 min); 32:35 (60:00 min)
Beste Spieler:
Frank Bauckloh, Nico Paukstadt und Yannick Brockhaus.


