Torabschlüsse zum Haareraufen – Brockhaus bricht seine Zelte in Wetter ab

Wenig Gegenwehr gegen Soester TV II – Verdiente 23:33-Niederlage in der Fremde

Durch die parallelen Ansetzungen der anderen HSG-Seniorenmannschaften war der Fanbus nur spärlich besetzt. Nach der Partie gingen viele Danksagungen an die unterschiedlichen Staffelleiter ein, denn das Zusehen dieser Partie (aus Sicht von HSG-Anhängern) war absolut keine Augenweide. Die Mannen von Trainer Christian Dürwald scheiterten zu oft an Torwart Christopher Weber, der aus der Oberliga-Mannschaft aushalft, oder verfehlten das gegnerische Gehäuse vollständig. Folgerichtig musste die HSG mit einer deftigen Auswärtsschlappe die Heimreise antreten.

In den ersten 35. Spielminuten verlief die Partie ausgeglichen und der Rückstand für die Dürwald-Sieben hielt sich mit höchstens drei Treffern im regulären Rahmen. Doch auch bis zu diesem Zeitpunkt wäre eine Führung für die Ruhrstädter durchaus im Bereich des möglichen gewesen. „Wir haben uns zu dilettantisch im Torabschluss angestellt und den gegnerischen Torwart zum Helden werden lassen,“ zeigte sich Pressewart Ken Baltruschat nach der Partie verärgert. Gegen die offensive Deckung wurde gemäß Lehrbüchern mit Doppelpässen  agiert, doch vor dem Tor versagten Yannick Brockhaus und Co. oftmals die Nerven. Besser machten es da die Gastgeber, die in Linksaußen Lars Kröllken (8 Tore) ihren besten Torschützen hatten. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Angriffsaktionen der HSG immer hektischer und diese übereiligen Abschlüsse wurden mit schnellen Angriffen und den daraus resultierenden Gegentreffern bestraft. Ab der 45. Spielminute ergab man sich dem Schicksal und ließ keinerlei Kampfgeist aufblitzen. Negativer Höhepunkt war die Tatsache, dass drei Siebenmeter neben das Tor gesetzt wurden. Im Anschluss der Partie verkündete Yannick Brockhaus seinen Abschied aus Wetter. In der nächsten Saison wird er sich Verbandsligist HSG Gevelsberg-Silschede anschließen.


Mannschaftsaufstellung der HSG Wetter/Grundschöttel:

Alexander Schmidt (1. bis 60. Minute), Ken Baltruschat (n.e.); Lars Apitius, Kai Biermann, Fabian Blechschmidt, Mark Bonnermann 7, Sebastian Braune 6, Yannick Brockhaus 4/2, Ingolf Grebe 5/1, Sebastian Middeldorf, Nico Paukstadt 1, Oliver Stein, Tino Zöllkau und Tobias Zöllkau.


Bester Spieler:

Ingolf Grebe


Spielfilm:

3:3 (5. Spielminute); 4:4 (10. Spielminute); 7:7 (15. Spielminute); 10:9 (20. Spielminute); 13:10 (25. Spielminute); 14:12 (30. Spielminute); 17:14 (35. Spielminute); 22:16 (40. Spielminute); 24:18 (45. Spielminute); 28:21 (50. Spielminute); 31:22 (55. Spielminute); 33:23 (60. Spielminute)