Fehlerzahl viel zu hoch – HSG Gevelsberg-Silschede III siegt auch im Rücksspiel
Handge-Sieben verabschiedet sich endgültig aus dem Aufstiegskampf
Nach der Partie war Co-Trainer Ken Baltruschat ordentlich gefrustet. „Wenn die eigene Mannschaft die gleichen Fehler wie im Hinspiel (vier verworfene Siebenmeter / halbhohe Würfe im Minutentakt / technische Fehler zum Haareraufen) begeht, dann bringt dieser Sachverhalt die eigenen Gehirnwindungen schon ordentlich zum Grübeln,“ spielt Baltruschat auf die fehlende positive Entwicklung seiner Mannschaft an.
Im Gegensatz zum Hinspiel begann die Handge-Sieben mit einer offensiven 3:3-Deckung gegen die routinierten Gastgeberinnen. Doch auch durch diese offensive Abwehr ließ sich das Team von Spielertrainerin Babett Winterhoff nicht aus der Ruhe bringen. Die Gastmannschaft stellte sich in der Abwehr zu umständlich an und lud die Heimmannschaft immer wieder zu leichten Toren ein. Im Angriff kam man zudem nicht oft genug in die Nahdistanz, da die Gevelsbergerinnen ordentlich zupackten und damit den Gästen den Schneid bereits in den ersten Minuten der Partie abkauften. Zu selten gingen die Ruhrstädterinnen danach auf die Nahtstellen und folglich dahin wo es weh tut. Nach dem schnellen 3:1 Rückstand kamen die Wetteranerinnen besser in die Partie und gingen erstmals in Führung (4:5). Führungen der HSG Wetter wurden immer wieder egalisiert und im Endspurt der ersten Halbzeit lagen die Gastgeberinnen wieder in Front (15:13). Nach der Halbzeit stellte Trainer Marcel Handge die Abwehr um (5:1 Deckung) und dies brachte in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit erst mal einen positiven Effekt. Mit einer 7:2-Serie drehte die HSG Wetter den Spielstand (17:20) und es gab Grund zur Hoffnung auf einen doppelten Punktgewinn. Doch gerade in dieser Phase wurden Siebenmeter verworfen, ein Abwurf der Torhüterin landete im Nirgendwo und 100-prozentige Einwurfmöglichkeiten landeten am Körper der gegnerischen Torhüterin. Diese Unzulänglichkeiten wurden vor allem von Rückraumspielerin Simone Behle ausgenutzt, die mit vier Treffern in Folge ihre Farben mit 22:21 wieder in Front brachte. Die HSG Wetter/Grundschöttel hatte zwar noch die Möglichkeit die Partie zu drehen, doch beispielsweise landete ein Abspiel über drei Meter beim Tempogegenstoß knappe 1,5 Meter über der Mitspielerin im Seitenaus. „Wer sich in den entscheidenden Spielsituationen solche Fehler leistet, der hat es schwer eine enge Partie für sich zu entscheiden,“ kommentierte Co-Trainer Baltruschat nach Abpfiff die Niederlage und den endgültigen Abschied aus dem Aufstiegskampf.
Torschützinnen der HSG Wetter/Grundschöttel:
Jessica Hoffmann 7/1; Jennifer Trautmann 7/2; Kirsten Kumutat 3; Sandra Baltruschat und Nicole Scholz je 2; Katrin Reck und Sabrina Schubert je 1.


















