24:22-Duselsieg gegen Post SV Hagen – Spiel der vergebenen Möglichkeiten

 

Trainer Ingo Degener, der gewöhnlich im Alltag ein introvertierte Charakter ist, tobte in der letzten Spielminute, denn seine Mannschaft schaffte es, einen beruhigenden Vorsprung

[Spielstand: 24:18 (57. Spielminute) leichtfertig herzu schenken und die entschiedene Partie unnötig wieder spannend zu machen.

 

Im Vorfeld waren sich die Gastgeber bereits darüber einig, dass die Mannschaft des Post SV Hagen ein sehr starker Gegner im Sportzentrum Oberwengern sein wird. Diese Einschätzung wurde der HSG-Sieben bereits  in den ersten fünf Minuten vor Augen geführt. Denn die Mannschaft von Trainer Guido Wisser startete sehr gut in die Partie und lag schnell mit drei Toren in Front (Spielstand: 1:4). Besonders der Rückraum der Gäste aus Hagen zeigte sich treffsicher und konnte einige Treffer in der ersten Halbzeit erzielen. Trainer Ingo Degener, der auf Trainerkollege Felix Kopf an diesem Samstagnachmittag verzichten musste, sah einen sehr behäbigen Start in die Partie, der durch eine Vielzahl von nicht genutzten hundertprozentigen Chancen  verstärkt wurde. Gästetorhüter Sven Mang erwischte einmal mehr einen seiner Glanztage und trieb die HSG-Angreifer mit seinen Paraden fast zur Verzweiflung. „Sven Mang hat heute eine bärenstarke Leistung abgerufen. Aber gerade von unseren erfahrenen Spielern wie Marcus Zimmermann und Marc Platz erwarte ich nach den ersten Fehlwürfen, dass Lernkurven geflogen werden und  das Wurfverhalten noch im Laufe der Partie umgestellt wird.“, zeigte sich Pressewart Ken Baltruschat leicht angesäuert über die Naivität vor dem gegnerischen Gehäuse. Allerdings zeigte im Tor der HSG auch Kevin Seim eine sehr gute Leistung im ersten Spielabschnitt. „Kevin hat dafür gesorgt, dass sich unser Gegner nicht weiter absetzen konnte und wir durch diese Ballgewinne den Rückstand reduzieren konnten.“, fand Baltruschat im Anschluss an die Partie lobende Worte für Torhüterkollege Kevin Seim. Die ohnehin dürftige Personaldecke wurde zudem durch die Verletzung von Björn Mertens (Oberschenkelverletzung) weiter dezimiert. Nach einem vergebenen Siebenmeter von Marcus Zimmermann im ersten Durchgang, stellte Björn Mertens trotz Verletzung seine Treffsicherheit von der Siebenmetermarke unter Beweis und setzte alle drei Siebenmeter in entscheidenden Situationen in die gegnerischen Maschen. Zur Halbzeit mussten sich die Gastgeber, wie in der Vorwoche, mit einem knappen Rückstand (Halbzeitstand: 10:11) begnügen. Den Start in die zweite Halbzeit verschlief die HSG wieder und die Gäste aus der Volmestadt konnten ihren Vorsprung ausbauen (Spielstand: 10:13). Doch die HSG-Abwehr stabilisierte sich und ließ nicht mehr viel zu. Ganze sechs Gegentore (fünf Feldtore und ein Siebenmeter) musste die Degener-Sieben in 25 Spielminuten hinnehmen. Auf der Gegenseite konnten die Fehlwürfe etwas reduziert werden und folglich Tor um Tor nachgelegt werden. Als dann Björn Mertens per Siebenmeter auf 17:14 (44. Spielminute) erhöhte, befanden sich die Harkortstädter auf einem guten Weg und der kämpferische Einsatz wurde belohnt. Die HSG-Abwehr stand sicher, da den Gästen die Ideen im Angriffsspiel fehlten und unvorbereitete Abschlüsse nicht im HSG-Gehäuse landeten. Zudem profitierten die Gastgeber in der zweiten Halbzeit davon, dass der gefährlichste Rückraumakteur der Gäste, Mark Hartung,  überwiegend auf der Bank platznehmen musste. Als jedoch Mark Hartung in der 55. Spielminute wieder eingewechselt wurde, ging nochmal ein Ruck durch das Gästeteam und Engagement und Leidenschaft wurden wieder abgerufen. Jede Nachlässigkeit der HSG wurde mit einem Gegentreffer bestraft und so drohte der komfortable Vorsprung (Spielstand: 24:18) mit einer 0:4-Serie verspielt zu werden. Doch die Wisser-Sieben konnte eine hundertprozentige Einwurfgelegenheit nicht im HSG-Kasten unterbringen und der letzte platzierte Rückraumwurf von Mark Hartung fand auch irgendwie nicht den Weg ins anvisierte Ziel. Folglich kam die HSG nochmal mit einem blauen Auge davon und konnte den zweiten Saisonsieg verzeichnen. Am kommenden Samstag empfängt die HSG Wetter/Grundschöttel um 17.30 Uhr erneut im Sportzentrum Oberwengern die Mannschaft des CVJM Gevelsberg.

 


Kader der HSG Wetter/Grundschöttel II:

 

Kevin Seim (1. bis 30. Spielminute), Ken Baltruschat (31. bis 60. Spielminute); Marcus Zimmermann 5, Björn Mertens 5/3, Sascha Mehlis 4, Tobias Berg 3,  Julian Ladener und Hendrik Gerlitzki je 2, Marc Platz, Mike Winterhoff und Lukas Wicher je 1.

Es fehlten: Matthias Lambracht und Ralf Langenbach (private Verpflichtungen).

 


Spielfilm:

 

2:4 (5. Spielminute); 3:6 (10. Spielminute); 5:7 (15. Spielminute); 8:8 (20. Spielminute); 9:10 (25. Spielminute); 10:11 (30. Spielminute); 10:13 (35. Spielminute); 14:14 (40. Spielminute); 18:14 (45. Spielminute); 20:17 (50. Spielminute); 22:17 (55. Spielminute); 24:22 (60. Spielminute).

 


Beste Spieler: Kevin Seim, Björn Mertens und Sascha Mehlis.