Bezirksliga (Männer): VfK Iserlohn – HSG Wetter/Grundschöttel 28:19 (15:9)

Last Updated: 7. Januar 2015Von

Herbstdepressionen im Ruhrtal – Wildförster-Sieben unterliegt unnötig deutlich beim Spitzenreiter

Auch das dritte Auswärtsspiel bei einer Spitzenmannschaft der Handball-Bezirksliga endete für die HSG Wetter/Grundschöttel äußerst ernüchternd. Dabei wurde es Spitzenreiter VfK Iserlohn durch eigene Unzulänglichkeiten en masse sehr leicht gemacht einen deutlichen Sieg einzufahren. Die vorderen Tabellenplätze sind damit zunächst einmal in weite Ferne gerückt und die Blickrichtung muss sich nun anderen Regionen zuwenden.

Der Iserlohner Rückraum, der mit den Neuzugängen Gabriel Knipping und Michael Serafin, beide vom HTV Sundwig/Westig zum VfK gewechselt, als brandgefährlich eingestuft werden musste, sollte nach dem Willen von HSG-Trainer Stefan Wildförster von Beginn an mit einer offenen 3:3-Deckungsvariante in Schach gehalten werden. Als Nebeneffekt versprach sich Wildförster einen deutlich engagierteren Start seiner Mannschaft in die Partie, als dies in den vorangegangenen Begegnungen der Fall gewesen war. Personell musste er dabei auf den in der Trainingswoche schwer am Knöchel verletzten Matthias Lüling und auf Lars Apitius verzichten.
Die ersten Minuten verliefen durchaus verheißungsvoll. Als Fabian Blechschmidt von der Linksaußenposition zur 2:1-Führung traf, schienen sich die Trainerwünsche zunächst zu erfüllen. Iserlohn konterte aber postwendend zur eigenen 3:2-Führung und baute diese bis Mitte der 1. Halbzeit auf 7:3 aus. Dabei machte sich bemerkbar, dass die nötige Absicherung in der offenen Deckungsvariante der Harkortstädter nicht richtig funktionierte. Von größerer Bedeutung waren aber das drucklose und viel zu statische Angriffsspiel. Aus unvorbereiteten Würfen resultierten schnelle Gegenstöße der Hausherren, die diese vor allem in Person von Linksaußen Dennis Barth zu leichten Toren ummünzten. So wurde jeder Versuch der Grundschöttler den Rückstand nach zwei, drei guten Aktionen weiter aufzuholen im Keim erstickt. Der Pausenrückstand ließ sich etwas plakativ lediglich auf diese Tempogegenstoßtreffer reduzieren.
Der zweite Spielabschnitt startete entgegen aller Vorsätze wenig erfolgreich. Statt den Rückstand schnell verkürzen zu können, wurde Iserlohn durch überhastete Abschlüsse geradezu dazu eingeladen den Vorsprung auszubauen. Der 9:17-Rückstand nach wenigen Zeigerumdrehungen war dann doch eine zu große Hypothek für den restlichen Spielverlauf. Trotzdem boten die weiteren Minuten reichlich Frustpotential für die Ruhrtalhandballer. Zwar wurde das positionsgebundene Angriffsspiel der Iserlohner größtenteils erfolgreich unterbunden und dadurch konnten etliche Chancen zu Tempogegenstößen erarbeitet werden, aber wie diese Chancen dann leichtfertig vergeben wurden, machte die Verantwortlichen und auch den ein oder anderen Wetteraner Zuschauer sprachlos. Ein technischer Fehler reihte sich an den anderen, so dass die Gegenstöße vielfach noch nicht einmal zum Abschluss gebracht werden konnten. Im Gegenteil, die aufgerückte Deckung wurde prompt von Iserlohns Angreifern überlaufen und der Ball landete im Tor des machtlosen Stefan Goldkuhle. So pendelte sich der Abstand bei knappen 10 Toren Differenz ein, der dann auch nach 60 frustrierenden Spielminuten Bestand hatte.
Die kommenden Wochen werden die Handballer der HSG Wetter/Grundschöttel dazu nutzen müssen die technischen Defizite abzustellen, um sich schnell über Erfolgserlebnisse in den anstehenden Spielen aus der selbstverschuldeten Herbstdepression zu befreien. Den Grundstein hierzu können sie bereits am kommenden Samstag legen, wenn sich die Zweitvertretung der HSG Lüdenscheid als Tabellennachbar in der Sporthalle Oberwengern vorstellt.

Spielfilm: 3:2 (5 min), 8:4 (15 min), 10:7 (20 min), 15:9 (30 min), 17:11 (35 min), 24:14 (50 min), 28:19 (60 min)

HSG Wetter-Grundschöttel: Alexander Schmidt, Stefan Goldkuhle; Tino Zöllkau 1,  Marcel Heyde 4/3, Julian Ladener, Fabian Blechschmidt 1, Mark Bonnermann 2, Kai Reuter 3, Marcel Handge, Stefan Wildförster 2, Daniel Langenscheidt 1, Armin Brauer 4, Sebastian Braune 1
Es fehlten: Matthias Lüling, Lars Apitius

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    VFL RW Dorsten-HSG Wetter-Grundschöttel  26:24

    Fehlstart und somit kein gelungener Start in die Rückrunde der Saison 2012/2013 unserer Mannschaft. Wir hatten uns für dieses Spiel einiges vorgenommen und wollten wie im Hinspiel mit einem guten Start in die Rückrunden-Serie starten. Dies ging leider mächtig daneben. Wir fanden von Anfang an nicht gut ins Spiel und es zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel, wobei trotz allem bis zum Schluss alles offen war.

    Die Anfangsphase war sehr ausgeglichen zwischen beiden Mannschaften, jedoch wurden kleine Führungen unsererseits zu leichtfertig aus der Hand gegeben. Zum einen waren es zu viele technische Fehler, zum anderen die falschen Entscheidungen oder zu hektisch abgeschlossenen Angriffe. Die Abwehr zeigte phasenweise eine sehr gute Leistung, aber in den entscheidenden Situationen fehlte die notwendige Stabilität und Konzentration. Im Angriffsspiel wurden Bälle leichtfertig weg geworfen und zu oft die falschen Entscheidungen getroffen. Es waren aber auch einige gute Spielsituationen zu erkennen, zum Teil durch Spielzüge, aber auch phasenweise eine gute erste und zweite Welle. Leider überwogen auch in diesem Spiel zu stark die technischen Fehler und zu viele Fehlwürfe, wie schon in der Hinrunde in vielen Spielen zu erkennen war. Dies muss dringend abgestellt werden und es müssen bessere Alternativen geschaffen werden.
    In diesem Spiel war eigentlich viel mehr drin und durch unsere eigenen Fehler wurde der Gegner stark gemacht und bekam immer wieder neuen Aufwind. Dorsten zeigte eine durchweg konstante Leistung und zeigte keine Schwächephase die wir zu unseren Gunsten hätten nutzen können. Kurz vor Schluss hatten wir selbst noch die Möglichkeit ein Unentschieden raus zu holen, leider versagten auch in dieser Situation die Nerven. Insgesamt ein zu hektisches und unkonzentriertes Spiel kosten uns die ersten wichtige Punkte in der Rückrunde.

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Starke rechte Seite eröffnet Weg zum Heimsieg gegen TG Voerde II

Mit Fünfzehn minütiger Verspätung startete die Sonntagspartie in der Sporthalle am Brasberg, leider ist der angesetzte Schiedsrichter nicht erschienen, so einigten sich beide Mannschaften auf eine Neuansetzung der Position des Unparteiischen.

Verzichten mussten wir auf Cordula Dickhut (privat verhindert) und Nicole Scholz (krank), dafür eilte Nina Winterhoff nach ihrem Tanzkurs noch zur Sporthalle und verstärkte das Team in den zweiten dreißig Minuten.

In der Anfangsphase lief der HSG-Motor noch nicht ganz rund, Voerde hielt bis zur zehnten Spielminute mit, dies lag auch an unserem Angriffsspiel. Einige offensiv Vorstöße wurden nicht sauber zu Ende gespielt oder die Abschlüsse fanden nicht den Weg ins Gästetor. Mit zunehmender Spieldauer lief der Ball aber besser durch die eigenen Reihen, besonders erfreulich einige sauber ausgespielte Abläufe, die wir im Training einstudieren und im Spiel umsetzen möchten. Am Anfang führte Jessica Hoffmann Regie auf der Mittelposition, für ein paar Angriffe reichte es auch bei Dorit Kumutat, die nach einer Krankheitswoche noch nicht wieder voll bei Kräften war und für die letzten zwanzig Minuten übernahm Nina Winterhoff das Kommando.

Jennifer Trautmann zeigte einmal mehr ihre Klasse, auch auf der nicht so beliebten rechten Halbposition netzte Jenny bereits im ersten Durchgang sechs Mal ein, am Ende standen zehn Tore auf ihrem Konto.

In der zweiten Halbzeit wurde defensiv besser gearbeitet, Laufbereitschaft müssen wir auch hinten zeigen, zudem hielt Crissy Scholz einige freie Würfe und zeigte eine gute Leistung im Tor.

Das dreißigste Tor erzielte Nina Winterhoff mit einem schönen Stemmwurf in den Giebel und nach sechzig Spielminuten leuchtete ein 33 zu 10 auf der Anzeigentafel in der Sporthalle am Brasberg.

Kader der HSG:

Nadine Hamer und Crissy Scholz im Tor

Jennifer Trautmann 10, Jessica Hoffmann 6, Sabrina Hell 6/4, Sabrina Schubert 5, Anne Kaiser, Kirsten Flottmann und Nina Winterhoff je 2, Julia Maas, Dorit und Birte Kumutat.